„Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums? Hast du allen Verstand verloren? Sie werden dich dafür verbrennen!"
Doch Galilei hört nicht auf die Warnung des Freundes. Er ist Vollblut-Wissenschaftler und will seine welterschütternden Erkenntnisse preisgeben, ein neues Weltbild etablieren: Die Erde kreist um die Sonne! Stoff für ein Heldenepos, doch „wo ist Gott in deinem Weltsystem“ fragt die Kirche und weiß mit den Argumenten der Inquisition das Weltbild wieder gerade zu rücken.
Bertold Brechts Stück „Leben des Galilei“ ist ein bunter Bilderbogen aus dem Leben des italienischen Mathematikers und Astronomen Galilei Galileo, der mit der Sonne als Mittelpunkt des Alls ein neues Weltbild durchsetzen will und mit der Kirche in Konflikt gerät. Zwar beruht das Stück auf historischen Ereignissen, der Inhalt hat jedoch überzeitliche Bedeutung und ist von immerwährender Aktualität. Es ist eine Parabel über die Beziehung zwischen dem kreativen Individuum und der reaktiven Macht.
So könnte also diese Geschichte der Renaissance genauso gut unter einem kommunistischen Regime oder in der Mullahkratie des Irans spielen. Dabei ist sie humorvoll, anschaulich und spannend gestaltet und genau das Richtige für alle, die den ganzen „Erde-um-die-Sonne-Zirkus“ endlich begreifen wollen.
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